Die gestuften Praxisphasen

Im Rahmen Ihres Studiums absolvieren Sie mehrere aufeinander aufbauende Praxisphasen. Die gestuften Praxisphasen ermöglichen Einblicke in schulische und außerschulische Handlungsfelder.

Die Praxisphase I ist ein verpflichtender Bestandteil der beiden Studiengänge Lehramt an Gymnasien (LaG) und Lehramt an beruflichen Schulen (LaB). Durch das Schulpraktikum erhalten Sie zu einem frühen Zeitpunkt Ihres Studiums die Gelegenheit, den Lehrberuf zu erkunden und Ihre persönliche Eignung kritisch zu hinterfragen. Sie sammeln erste Erfahrungen in Ihrer Rolle als Lehrkraft und reflektieren diese unter professioneller Begleitung. Eine Lehrperson der Technischen Universität Darmstadt besucht Sie in Ihrem Unterricht, beobachtet Ihr Handeln und gibt Ihnen Feedback aus professioneller Perspektive.

Sie selbst beobachten theoriegeleitet Unterricht und werten diesen im Hinblick auf einen gewählten Beobachtungsschwerpunkt aus. Ferner lernen Sie das Handlungsfeld Schule mit seinen vielfältigen Aufgabenbereichen aus der Perspektive der Lehrkraft kennen. Dieses Praktikum bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Erfahrungen gemeinsam mit Mentor*innen an den Schulen sowie mit Hochschullehrenden und Mitstudierenden zu reflektieren.

Im Rahmen der Kollegialen Fallberatung an der Universität erarbeiten Sie während des Praktikums gemeinsam mit Kommiliton*innen Lösungen für erlebte Stolpersteine im pädagogischen Berufsalltag. Durch die SPS I soll ein bewusster Rollenwechsel vom Lernenden zum Lehrenden angestoßen werden. Um Sie darüber hinaus in Ihrer kontinuierlichen Kompetenzentwicklung und Professionsbildung zu unterstützen und diese abzubilden, bearbeiten Sie ein digitales Portfolio.

Das Team der Praxisphasenkoordination des Zentrums für Lehrerbildung berät Sie zu allen Fragen, wie z. B. Bewerbungen um einen Praktikumsplatz, Anmeldung der Praxisphase I sowie Voraussetzungen und Inhalte. Prüfungsverantwortlich ist das Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik.

Praktikums- und Bewerbungszeiten

LaG

WiSe 2020/21

Bewerbungszeitraum: 02.11. – 16.11.2020
Platzvergabe bis: 01.02.2021
Praktikumszeitraum: 22.02.21 – 26.03.2021

LaG

SoSe 2021

Bewerbungszeitraum: 12.04. – 30.04.2021
Platzvergabe bis: 01.08.2021
Praktikumszeitraum: 06.09.21 – 10.08.2021

LaB

SoSe 2020

Bewerbungszeitraum: 20.07. – 10.08.2020
Platzvergabe bis: 01.10.2020
Praktikumsbeginn: 02.11.2020

Im Studiengang Lehramt an Gymnasien (LaG) wird die Praxisphase I in der Regel vom ersten bis dritten Semester absolviert. Das Modul ist in drei Abschnitte aufgeteilt, welche chronologisch aufeinander aufbauen: Vorbereitungsseminar 1.1 (Semester 1), fünfwöchiges Blockpraktikum am Lernort Schule 1.2 (vorlesungsfreie Zeit) sowie Nachbereitungsseminar 1.3 (Semester 2). Die Veranstaltungen können nicht parallel studiert werden. Planen Sie hier also mindestens zwei Semester ein. Voraussetzung für die Teilnahme an der Praxisphase I ist ein anerkanntes Orientierungspraktikum.

Die Bewerbungen um die Praktikumsplätze im Rahmen der Praxisphase I wird zentral über die Online-Praktikumsbörse des Zentrums für Lehrerbildung organisiert. Hier können Sie sich über mögliche Praktikumsschulen und -plätze informieren sowie ihre Unterlagen einreichen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Team der Praxisphasenkoordination.

Für das Lehramt an beruflichen Schulen ist die Praxisphase I im Studienplan für das Bachelorstudium im ersten bis dritten Semester vorgesehen. Für Studierende, die im Quereinstieg direkt mit dem Master of Education beginnen, ist sie als Auflage (10 CP) zu erfüllen. Die Praxisphase I für das LaB unterteilt sich in ein Einführungsseminar 1.1 (Semester 1) und in ein semesterbegleitendes Praktikum inklusive Vor- und Nachbereitung 1.2 (Semester 2). Die Veranstaltungen können nicht parallel absolviert werden. Planen Sie hier also mindestens zwei Semester ein.

Für das Praktikum im Lehramt an beruflichen Schulen kooperiert die TU Darmstadt mit 17 beruflichen Schulen im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Dort werden alle gewerblich-technischen Berufsfelder angeboten. Praktikanten und Praktikantinnen können aus diesem Angebot ihre beiden Favoriten über die Praktikumsbörse auswählen und sich direkt online bewerben. Inhaltliche Details der Praxisphase I im Lehramt an Beruflichen Schulen können Sie bei Herrn Strack erfragen.

Modulverantwortliche/r Raum Tel. E-Mail
Julia Nebhuth S1|13 Raum 14 +49 6151 16-23962
Catherine Janssen S1|13 Raum 14 +49 6151 16-23962
Modulverantwortliche/r Raum Tel. E-Mail
Jan Karl Strack S1|13 Raum 11b +49 6151 16-23637

Die Praxisphase II (Außerschulische Lehrpraktische Studien) ist ein Praxismodul, das im dritten bis fünften Semester des Studiums absolviert werden soll. Das Modul gliedert sich in eine vorbereitende Qualifizierung (Basis- und Vertiefungsseminar), einen außerschulischen Praxiseinsatz und ein einsatzbegleitendes (Reflexions-)Seminar zur Förderung der Reflexionskompetenz. Schwerpunkte dieser Praxisphase sind:

Planung, Konzeption und Durchführung von Lehr-Lern-Situationen

Leitung und Gestaltung von Gruppen­prozessen

Sensibilisierung für Lehr-Lern-Situationen im Hinblick auf Diversity & Gender

Grundlagen der Gesprächsführung/Kommunikation und Feedbackgestaltung

Im Anschluss an die oben genannte Basisqualifizierung werden die Studierenden in folgenden Funktionen als Tutor_innen weiter ausgebildet und tätig:

Teambegleiter*innen für interdisziplinäre Studieneingangsprojekte

Mentor*innen für die Begleitung und Betreuung von Erstsemesterstudierenden

Fachtutor*innen für die Förderung fachspezifischer Kompetenzen in den Fächern

Die Organisation der Praxisphase II obliegt dem Institut der Allgemeinen Pädagogik und Berufspädagogik, unterstützt durch das ZfL in Kooperation mit beteiligten Fachbereichen und Einrichtungen. Die Bewerbung zu den genannten Tätigkeitsfeldern erfolgt über die ZfL-Praktikumsbörse.

Ansprechparner*innen Raum Tel. E-Mail
Dr. Olga Zitzelsberger S1|13 Raum 105 +49 6151 16-23970
Lea Belz S1|13 Raum 206 +49 6151 16-23972

Sie sind Lehramtsstudent*in im höheren Semester und möchten Mentor*in werden?

Wenn Sie bereits Ihre erste Praxisphase im Studium absolviert haben, können Sie im Rahmen der Praxisphase II Studienanfänger*innen beim Einstieg in den Universitätsalltag begleiten.

Mitarbeiter*innen der Hochschuldidaktische Arbeitsstelle schulen Sie als erfahrene Studierende zu relevanten Themen. Im Anschluss daran werden Sie als Mentor*innen für Studienanfänger*innen des Lehramts an Gymnasien aktiv eingesetzt.

Wenn Sie sich für die Arbeit als Mentor*in interessieren, senden Sie eine Bewerbung über die Online Praktikumsbörse des ZfL. Bei Fragen zum Mentoring-Programm wenden Sie sich bitte an Herrn Goran Beil.

Die Praxisphase III ist ein fachdidaktisches Praktikum am Lernort Schule, das sowohl für das Lehramt an Gymnasien als auch für das Lehramt an beruflichen Schulen (M.Ed.) verpflichtend ist. Die Praxisphase III dient der Vertiefung und Erweiterung Ihrer Unterrichtserfahrung am Lernort Schule in den von Ihnen gewählten Unterrichtsfächern. Schwerpunkte bilden u.a. die Vorbereitung, Durchführung und Reflexion von Unterricht unter besonderer Berücksichtigung fachdidaktischer Modelle für das jeweilige Unterrichtsfach. Sie erhalten Feedback von Ihren Praktikumsmentor*innen und können Ihre unterrichtlichen Erfahrungen mithilfe des bereits von Ihnen angelegten ePortfolios auch theoretisch reflektieren.

Die konkrete Ausgestaltung und Umsetzung der Praxisphase III wird von den an der Lehramtsausbildung beteiligten Fachbereichen verantwortet. Dabei wird das Modul je nach Studienordnung des jeweiligen Faches als fünfwöchiges Block- oder als semesterbegleitendes Praktikum mit einem Vor- und Nachbereitungsseminar angeboten. Die Praxisphase III erstreckt sich, ebenso wie Ihr erstes Schulpraktikum, mindestens über zwei Semester. Beachten Sie unbedingt den Veranstaltungsturnus in Ihren Fächern, da die Lehrveranstaltungen in manchen Fachbereichen nur einmal im Jahr angeboten werden.

Die Praxisphase III soll im fünften bis siebten Fachsemester absolviert werden und nach erfolgreichem Abschluss der Praxisphase I durchgeführt werden. Prüfungsverantwortlich sind in dieser Praxisphase die jeweiligen Fachbereiche.

Fach(bereich) Verantwortliche/r Tel. E-Mail
Biologie Frau Madeleine Crössmann-Amend 06151 16-22059
Chemie Dr. Markus Prechtl 06151 16-20828
Deutsch Florian Ostertag 06151 16-57421
Geschichte Dr. Detlef Mares 06151 16-57230
Miriam Grabarits 06151/16-57324
Informatik Prof. Dr. rer. nat. Karsten Weihe 06151 16-20870
Tobias Jördens 06151 16-20626
Mathematik Barbara Krauth
Philosophie Andreas Brenneis
Physik Prof. Dr. Verena Spatz 06151 16-20470
Andrea Jost
Politik Patrick Eckert
Sport Dr. Kathrin Schulz 06151 16-24116
Fach(bereich) Verantwortliche/r Tel. E-Mail
Bautechnik Ralph von Kymmel
Chemietechnik Doreen Teubel
Druck- und Medientechnik;
Metalltechnik
Susanne Eißler 06151 16-23954
Elektrotechnik und Informationstechnik Matthias Brunner
Informatik Prof. Dr. rer. nat. Karsten Weihe 06151 16-20870
Tobias Jördens 06151 16-20626
Körperpflege Sylvia Weyrauch 06151 16-23954
Veronika Ausfelder 06151 16-23963

Nach den verpflichtenden Praxisphasen I – III erhalten Sie als Studierende mit der Praxisphase IV die Chance, Ihre praktische Lehrerfahrung noch weiter auszubauen. Wie auch die vorangegangenen Praxisphasen fokussiert die Praxisphase IV einen bestimmten Schwerpunkt: Umgang mit Heterogenität.

Hintergrund

Heterogenität (Vielfalt) von Schülerinnen und Schülern ist in verschiedenartigen Ausprägungen zu finden, besonders aufgrund der immer stärker verbreiteten sprachlichen und kulturellen Vielfalt in den Klassenzimmern sowie der Zunahme inklusiver Bildungskonzepte. Spätestens im Referendariat werden Sie mit dieser interdisziplinären Herausforderung konfrontiert werden. Damit diese Herausforderung nicht zur Überforderung wird, bietet Ihnen diese neu angelegte Praxisphase einen Raum, sich für diese Thematik zu sensibilisieren.

Umsetzung

In der Umsetzung bedeutet dies, dass Sie im Rahmen von Kooperationen mit Schulen und anderen Einrichtungen, die inklusive Konzepte verfolgen und sich aktiv mit Heterogenität beschäftigen, Hospitations- und (ggf.) Unterrichtsmöglichkeiten erhalten. Darüber hinaus können Sie auf Grundlage Ihrer gewonnenen Erkenntnisse eine wissenschaftliche Hausarbeit/Abschlussarbeit – nach Möglichkeit in Kooperation mit der besuchten Einrichtung – verfassen.