Teilkomponenten

Übergreifendes Ziel dieser Teilkomponente ist die Entwicklung eines fächerintegrierenden Konzepts zur Förderung digitaler Kompetenzen der Studierenden des LaG und LaB sowie die Innovierung des konsekutiven Studiengangs für das LaB zu einem konsistenten und attraktiven Modell.

Über die Professionalisierungsschiene Digitalisierung erfolgt in beiden Studiengängen LaG und LaB die Entwicklung digital gestützter fachspezifischer Lehr-Lernsituationen. Jährlich findet eine Tagung zur Veröffentlichung der erstellten Lehr- und Lernmaterialien statt.

In die Bachelorphase des LaB-Studiengangs (B.Ed) wird ein Konvergenzbereich implementiert, aus dem Studierende aller beruflichen Fachrichtungen Module zur Vertiefung des Themenbereichs Digitalisierung wählen können.

Zudem wird ein digitaler Studienführer für den Studienstart erstellt und ein Workshop zur berufsbiografischen Reflexion in die Studieneingangsphase der LaB-Studierenden integriert.

In der Masterphase (M.Ed) wird in allen beruflichen Fachrichtungen ein fachdidaktisches Projektstudium „Digitalisierung in Arbeit und Beruf“ verankert. Die Studierenden konzipieren und erproben Lehr-Lernsituationen zu einer beruflich-arbeitsorganisatorisch relevanten Digitalisierungsthematik, verteidigen ihre Konzepte vor Expert_innen der beruflichen Domäne und präsentieren sie auf der jährlich stattfindenden Tagung Digital-Phänomenal.

Ziel ist der kumulative Kompetenzaufbau im Professionalisierungsbereich Heterogenität/Inklusion für beide Lehramtsstudiengänge in der ersten Ausbildungsphase entlang der drei gestuften Praxisphasen.

In der Praxisphase I wird die Vermittlung inklusiver Standards der Schul- und Unterrichtsentwicklung durch einen Workshop und kooperative Lehreinheiten während der Vor- und Nachbereitungsseminare angebahnt. Die Erkundung und Reflexion heterogenitätsbezogener Aspekte sowie deren Dokumentation im studienbegleitenden ePortfolio wird über einen Beobachtungsschwerpunkt zum Thema Inklusion/Heterogenität während des Praktikums ermöglicht.

In der Praxisphase II erfolgt die Entwicklung und Implementierung zweier Vertiefungseinheiten zum Thema Inklusion/Heterogenität im Rahmen der pädagogischen Begleitveranstaltung mit praktischer Erprobung und Reflexion inklusiver Lehr-Lernstrategien in den verschiedenen Einsatzszenarien an außerschulischen Lernorten.

In der Praxisphase III wird die Verzahnung schulpädagogischer und fachdidaktischer Perspektiven im Hinblick auf eine inklusive und heterogenitätssensible Fachdidaktik und Schulpraxis entwickelt.

Ziel der zweiten Projektphase ist die inhaltliche Fortentwicklung, Implementierung und Evaluation der Module des LaG-Vernetzungsbereichs und die Ergänzung des Vernetzungsbereichs durch zwei neue Module:

„Geschichte vernetzt – Vergangenes interdisziplinär erforschen und vermitteln“ ist ein Modul, welches Naturwissenschaft und Technik in ihrer historischen Dimension betrachtet. Das Modul nimmt historische Objekte im Hessischen Landesmuseum Darmstadt zum Ausgangspunkt für ein forschendes Lernen zu Themen, bei denen die Kompetenzen natur- und geisteswissenschaftlicher Fächer benötigt werden, um die produktorientierte Lernaufgabe, die Erstellung von Rundgangkonzepten, zu bearbeiten. Die Studierenden sollen dadurch nicht nur die Notwendigkeit eines interdisziplinären thematischen Zugriffs erkennen, sondern sie sollen zugleich Produkte erstellen, die über die Kooperation mit den Campusschulen und dem Studienseminar Darmstadt auch in die Lehrerfortbildung eingehen können. Das Modul soll damit auf Ausbildungs- und Vermittlungsebene dazu beitragen, technik- und naturwissenschaftsbezogenen fächerübergreifenden Unterricht in Schule und Universität anzuregen.

Das Modul „Erkenntnisgewinnung in den Naturwissenschaften“ wird im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojekts unter Leitung der Physikdidaktik in Kooperation mit den Fachdidaktiken der Chemie und Biologie entwickelt, realisiert und evaluiert. Es zielt auf den Aufbau von fachdidaktischen Kompetenzen bezüglich Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten für „Inquiry-Based Science Learning“. Zukünftige Lehrkräfte der naturwissenschaftlichen Fächer sollen befähigt werden, ihren Schüler_innen die Bedeutung des Experimentes zur Erkenntnisgewinnung nahezubringen.

Neben dem organisierten regelmäßigen Austausch der Lehrenden des Vernetzungsbereichs werden in der zweiten Förderphase verschiedene Netzwerke der Lehre für die Lehrenden der Studiengänge LaG und LaB gebildet, die sich an den fachlichen Schwerpunkten orientieren. Geplant sind Netzwerke a.) der Lehrenden aller Module des Vernetzungsbereichs b.) der Lehrenden der Praxisphasen I-III sowie c.) der Lehrenden des Konvergenzbereichs des B.Ed. Ziel dieser Netzwerke ist es, die Qualität einer forschungsbasierten, aufeinander abgestimmten Lehre in beiden Lehramtsstudiengängen zu sichern.

Ziel des Netzwerk der Lehr-/Lernforschung und Professionalisierung aus Fachdidaktikprofessor_innen und Professor_innen der Allgemeinen Pädagogik und Berufspädagogik ist, Forschungsvorhaben gemeinsam zu entwickeln und zu beantragen sowie die Promovierenden im Netzwerk bedarfsgerecht zu fördern.

Campusschulen

Zur Vernetzung der drei Ausbildungsphasen im Lehramt wird ein regionales Netzwerk von Campusschulen der TU Darmstadt aufgebaut. Die Zusammenarbeit mit Akteur_innen der zweiten und dritten Ausbildungsphase (Fachleitungen sowie Studienseminarleitungen und staatliches Schulamt) soll gestärkt werden.

Evaluierung

Über einen Vergleich des alten LaG-Studiengangs mit dem neuen MINT-orientierten LaG-Studiengang werden Erkenntnisse über die Nachfrageentwicklung, gewählte Fächerkombinationen, Zufriedenheit der Beteiligten und Effekte der neuen Studienelemente erwartet. Erfasst werden das Studierverhalten, Studienzufriedenheit, Einstellungen und ausgewählte Kompetenzaspekte (z. B. Interesse und Bereitschaft zur Reflexion, Wissenschaftsverständnis).